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Bastel-Tipp: der Erinnergungen-Adventskalender

24. November 2015

Es war einmal ein Adventskalender
Ich liebe Adventskalender und weiß noch genau, wie ich mich als Kind gefühlt habe, wenn ich wieder an der Reihe war. Ich habe zwei Schwestern und meine Mutter hat Jahr für Jahr in liebevoller Bastelarbeit 24 schöne Kleinigkeiten für uns in weihnachtliches Papier gepackt. Die Päckchen wurden dann mit Geschenkband an eine Stange gehängt, die extra zu diesem Zweck im Esszimmer vor dem Fenster angebracht wurde. Jede von uns hatte eine andere Geschenkband-Farbe und durfte jeden dritten Tag ein Päckchen abschneiden. Das hat die Aufregung und Vorfreude noch gesteigert und manchmal konnte ich es kaum noch aushalten. Natürlich wurden die Päckchen von uns untersucht und befühlt und es wurde stets wild spekuliert, welche Überraschungen sie für uns bereithalten mochten. Ein schönes Ritual, das meine Mutter lange aufrechterhielt, selbst als wir schon lange  ausgezogen waren.

Ein Erinnerungen-Adventskalender für meine Eltern
In diesem Jahr hatte ich die Idee, meinen Eltern mit einem Adventskalender eine Freude zu machen. Doch was packt man seinen Eltern in einen Adventskalender? Ich hatte das Gefühl, dass Süßigkeiten nicht so wirklich gefragt sind und 24 nette Kleinigkeiten fielen mir für sie auch nicht so recht ein, ohne in die Belanglosigkeit abzurutschen. Da kam mir die Idee, dass geteilte Erinnerungen eigentlich das schönste Geschenk sind. Tolle Erlebnisse, lustige Episoden aus unserer gemeinsamen Zeit, Dinge, an die man sich gern erinnert oder Momente, für die man seinen Eltern einfach mal Danke sagen möchte. Also habe ich Erinnerungen gesammelt, 12 für meinen Vater und 12 für meine Mutter.  Am Anfang musste ich erst mal in meinem Langzeitgedächtnis kramen, aber nach und nach kamen mir immer mehr kleine Geschichten in den Sinn, deren Erinnerung ich gerne wecken oder teilen wollte.

Bastelanleitung: der Erinnerungen-Adventskalender

Schritt 1:
Zunächst geht es daran 24 schöne Erinnerungen und Momente aufzuschreiben.
Alternativ kann man dies auch ergänzen mit Lebensweisheiten, Witzen, Gutscheinen oder Wünschen für die Zukunft. Ich habe die Erinnerungen dann ausgedruckt und in Streifen geschnitten, so dass jede auf einem Papierstück festgehalten ist. Wer mag kann das natürlich auch handschriftlich tun.

PP_Weihnachten_1

Schritt 2:
Die Erinnerungen wollen nun noch hübsch verpackt werden. Hierfür bieten sich viele Möglichkeiten an. Man kann z.B. alle Erinnerungen einzeln aufrollen und mit Band fixieren und diese dann in einer schönen Bonboniere oder Dose verstauen. Jeden Tag kann hieraus eine Erinnerung gezogen werden.

In meinem Fall habe ich etwas mehr Aufwand betrieben: ich habe 48 Sterne aus Transparentpapier ausgschnitten und habe anschließend immer zwei zusammengenäht. Den so entstehenden “Hohlraum” habe ich während des Zusammennähens (wenn nur noch eine Seite offen ist) mit der Erinnerung und Sternchen-Konfetti in unterschiedlichen Formen und Farben gefüllt. Die grünen Sterne sind mit Erinnerungen für meinen Vater, die Roten mit Erinnerungen für meine Mutter gefüllt.

PP_Weihnachten_2

Ein Stern, eine Erinnerung: mit der Nähmaschine zwei Sterne zusammennhähen, Erinnerung und Sternchen-Konfetti in den Hohlraum geben und vollständig zusammennähen.

 

Alle Sterne habe ich nummeriert und anschließend an einem Stück Band befestigt. Hängt man die Sterne ins Fenster, scheint das Licht durch das Transparentpapier und offenbart das darin eingenähte Stück Papier und die Flitter-Sternchen, was wirklich hübsch aussieht.

Adventskalender für Erwachsene: Erinnerungen teilen

Jeder Stern eine Erinnerung, Adventskalender-Idee für Erwachsene

 

Mein Erinnerungs-Kalender ist fertig und jedes Sternchen trägt eine kleine Geschichte in sich…
Ich bin schon gespannt, wie er meinen Eltern gefallen wird, und was sie zu den Erinnerungen sagen werden.

Euch allen eine besinnliche Adventszeit – eure Kady